Mahnwache für tödlich verunglückten Radfahrer - ADFC fordert Konsequenzen
Am 8. Januar kollidierte ein Auto auf der Fangstraße mit einem Fahrradfahrer, der seinen Verletzungen erlag. Der ADFC veranstaltet am 24. Januar eine Mahnwache mit der Aufstellung eines Geisterrades, um des verstorbenen Radfahrers zu gedenken.

Nach dem tragischen Verkehrsunfall am 8. Januar auf der Fangstraße, bei dem ein 66-jähriger Radfahrer ums Leben kam, lädt der ADFC Hamm zu einer Gedenkfahrt mit anschließender Mahnwache ein. Im Zentrum der Veranstaltung steht die Aufstellung eines „Geisterrades“ am Unfallort als Mahnmal für mehr Sicherheit im Straßenverkehr und zum Gedenken an das Opfer.
Tiefes Mitgefühl und Bestürzung
Der ADFC Hamm spricht den Angehörigen des Verstorbenen sein tiefstes Mitgefühl aus. Der Vorfall hat unter den Radfahrenden große Bestürzung ausgelöst. „Dieser Tod macht uns fassungslos, auch weil er die Defizite unserer aktuellen Infrastruktur schmerzhaft vor Augen führt“, so ein Sprecher des ADFC Hamm.
Details zur Demonstration und Mahnwache Der ADFC Hamm ruft alle Bürgerinnen und Bürger dazu auf, sich der Fahrraddemonstration anzuschließen:
Ablauf: Gemeinsame Fahrt zur Unglücksstelle auf der Fangstraße, Aufstellung des Geisterrades und Schweigeminute. |
Die Fangstraße: Eine „Rennstrecke“ ohne Schutzraum
Die Fangstraße ist eine zentrale Verbindung zwischen den Ortsteilen Herringen und Wiescherhöfen. Trotz der Bedeutung für den Alltags- und Schülerverkehr fehlt hier eine sichere, baulich getrennte Radinfrastruktur. Aktuell ist auf der Strecke Tempo 70 erlaubt – eine Geschwindigkeit, die im Mischverkehr mit Fahrrädern bei Kollisionen kaum Überlebenschancen lässt.
Anwohner berichten zudem regelmäßig, dass die Strecke aufgrund mangelnder Kontrollen als „Rennstrecke“ missbraucht wird. Dass der Unfall zudem bei winterlichen Straßenverhältnissen geschah, während die Mehrzweckstreifen nicht geräumt waren, verschärft die Kritik an der fehlenden Radinfrastruktur.
Konkrete Forderungen für die Sicherheit
Um künftige Tragödien zu verhindern und insbesondere den Schulweg zur Arnold-Freymuth-Schule sicherer zu gestalten, stellt der ADFC Hamm klare Forderungen an die Stadtverwaltung und die Politik:
- Sofortmaßnahme Tempo 50: Als kurzfristige Lösung muss die zulässige Höchstgeschwindigkeit auf der gesamten Fangstraße auf 50 km/h reduziert werden.
- Regelmäßige Kontrollen: Die Einhaltung des Tempolimits muss durch regelmäßige Geschwindigkeitskontrollen überwacht werden.
- Bau einer sicheren Radverbindung: Langfristig ist der Bau einer baulich getrennten und sicheren Radverbindung zwischen Herringen und Wiescherhöfen unumgänglich.
„Wir fahren nicht nur aus Trauer, sondern auch für die Sicherheit derer, die täglich auf diese Strecke angewiesen sind – insbesondere die Schülerinnen und Schüler. Sicherheit darf nicht länger dem Tempo untergeordnet werden“, so der ADFC abschließend.